Samuel spricht Holländisch

    Ganz klar, auch Samuel hat sich - wie seine Schwester schon vor ihm - für sein erstes Wort entschieden und dabei gleichzeitig gezeigt, dass er Holländisch spricht:

    Leider heißt das nicht: Papa! Olaf und ich war uns zwar sofort einig: Bababa ist ein bewußtes "Papa", während Mamama vermutlich nur ein Reflex ist ;-)

    Aber leider sein erstes Wort ein eindeutig anders: es heißt "Nein"! Um genau zu sein äfft er uns nach, indem er mit kopfschüttelnd Näjnäjnäj sagt, was sich eindeutig holländisch anhört. Tatsächlich ist damit aber unser bzw. vor allem Julianes "nein nein nein" gemeint.

    Als Zweiter hat er nämlich nicht nur eine super Einzelbespaßerin, sondern gleichzeitig auch eine prima Einzelcoachin, die ihm laufend alles mögliche vorsingt, mit ihm Fingerspiele macht (Backe Backe Kuchen klappt bereits hervorragend, indem er reflexartig strahlend zu klatschen beginnt) und eben auch endlos vorspricht: zurzeit bevorzugt "Nein, Samuel, nein nein nein", wenn er irgendetwas macht, was in Julianes Augen nichts für kleine Samuels ist. Und das ist so ziemlich alles!
    Die Nachahmung hat der kleine Knirps so perfektioniert, dass er mich nun auf meinem Arm sitzend anschaut, grinst, den Kopf schüttelt, und mit einem Näjnäjnäj nach meiner Brille greift. Der Lump weiß ganz genau, dass er das nicht darf :-D

    Wir brauchen wohl nicht zu betonen, dass auch Samuel voll und ganz auf seine Einzelbespaßerin fixiert ist. Mama und Papa brauchen nicht glauben, dass sie auch nur noch eine weitere Sekunde Aufmerksamkeit bekommen, wenn Juliane den Raum betritt. Dann wedelt, lacht, feixt und hampelt Samuel herum, um die Aufmerksamkeit von Juliane zu erhaschen. Da verbiegt er sich auch gerne mal bspw. an uns vorbei, nur um Juliane zu sehen und in ihren Blick- und Dunstkreis zu gelangen.

    Putzig ist es trotzdem zu sehen, welche Imitationen er übernimmt. So kann er neben Backe Backe Kuchen auch zum Abschied winken. Anfangs noch begleitet vom auslösenden Lied aus dem Baby-Musikgarten: "Winke, winke, winke, winke auf Wiedersehen... Winke, winke, winke, wink auf Wiedersehen. Auf Wiedersehen Samuel, auf Wiedersehen... Winke, winke, winke..." usw. begleitet eben durch kräftiges Winken. Das geht natürlich auch mit "Winke, winke, winke, winke guten Tag...". Inzwischen müssen wir es ihm aber nicht mehr vorsingen, er hat gemerkt, wann man sich verabschiedet oder jemanden begrüßt.

    Auch kann er auch bereist wie früher seine Schwester treffsicher beim Facetimen (also Videotelefonie per iPad - Anmerkung für die nicht-Apple-Nutzer) auflegen. Jetzt geht hier auch schon das Wahlwiederholungs-Ping-Pong los, wenn er nicht nur hinter dem iPad nach dem Papa irritiert vergeblich sucht oder versucht die Nase auf dem Display zu greifen, sondern eben auch den verlockend roten Auflegeknopf drückt.

    Nun, nachdem ich jedenfalls bei Juliane dann doch irgendwann einsehen musste, dass sie absolut eindeutig zuerst "Mama" und nicht "Papa" gesagt hat, gebe ich mich auch bei Samuel geschlagen - auch wenn es sehr nett ist anzusehen, wie mir alle zustimmen, dass in Samuels Geplapper definitiv ein "Papa" herauszuhören ist. Immerhin scheint sich Samuel schon auf unseren anstehenden Skandinavien-Urlaub einzustimmen... die Richtung stimmt ja zumindest schon grob. "Groot" sag ich da mal und bin gespannt, wie es bei dem intensiven Einzelcoaching sowie den Sprachtrainings wohl weitergehen wird ;-)

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