Unsere letzte Station auf unserer grandiosen Reise war Vancouver. Nachdem wir mit der Fähre von Swartz Bay nach Tsawwassen durch eine diesmal sichtbare, traumhafte Landschaft begleitet wieder von der Queen gefahren sind, haben wir auf dem Weg zur Abgabe unseres Wohnmobils in Delta kurz nochmal in der Shopping Mall Tsawwassen Mills angehalten. Hier haben wir kurz in den riesigen Outdoorshop reingeschaut, um einen neuen Rucksack zu kaufen - nur um festzustellen, dass wir gleich am Anfang unserer Reise hier her hätten gehen sollen. Denn hier findet man alles, was das Outdoor- und Camperherz begehrt. Hinterher ist man halt immer klüger.
Die Abgabe war unkompliziert und wie der Windschutzscheibenschaden geregelt wird, werden wir auch noch sehen. Mit Uber ging es dann direkt in unser im Zentrum Vancouvers gelegenes Victoria Hotel, das seinen ganz eigenen Stil und Charme der 1900er Zeit kombiniert mit modernem Ambiente erhalten hat. Allerdings war der Aufzug noch nicht erfunden und entsprechend bis heute nicht eingebaut, was sonst sehr romantisch ist, mit gefühlten 23 Koffern Reisetaschen, Rucksäcken und Tüten ist das nur semi-toll.
Samuel hat augenblicklich das gesamte Hotel erkundet und den "ohrenbetäubenden Ausblick" auf dem Dach genossen :D
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Unsere beiden Tage haben uns nach Granville Island, die dampfbetriebene Uhr in Gastown, zur Englisch Bay (mit den wohl schrottigsten Fahrrädern der modernen Geschichte), Stanley Park und als krönenden Abschluss unserer Reise ein Abendessen im Top of Vancouver Restaurant, in dem man in einer Stunde einmal das Panorama von Vancouver auf der drehenden Plattform sieht (wir haben es 3 mal geschafft ;-)). Man sollte allerdings nichts an die Fenster stellen, denn die Sachen fahren dann langsam weg, wie auch eine Handtasche, dir irgendwann an uns vorbeigekommen ist.
Eine kleine Dusche war mit Ansage inklusive, nachdem ich bemerkt habe, dass Samuels Fingernägel nicht nur weiß vom Putzen sondern vielleicht auch vom Bad in der Toilettenschüssel geworden sind. Leider hatte Samuel just in dem Moment den Mund voll Wasser und prustete das dann einmal über den Tisch - ich hätte es wissen müssen.
Bitter ist allerdings das hier überall offen sichtbare Armuts- und vor allem Drogenproblem. Eine klare Kehrseite der Medaille!
Für Vancouver sind zwei Tage natürlich viel zu wenig, aber es hat zumindest einen kleinen Einblick in eine tolle Stadt gegeben und insofern freuen wir uns auf eine Rückkehr irgendwann.
Am Flughafen hat sich unser "kreatives Packen" ausgezahlt. Da landen Socken, Unterhosen und T-Shirts in Schuhen, Tassen und Bechern, damit der Platz maximal ausgenutzt wird und das "Carry-On"-Gepäck für die Kabine sieht war klein aus, wiegt aber doch gerne mal mehr als die 9kg - was man nur an der roten schweißnassen Stirn des Trägers erkennt. Und so ist auch unsere große Reisetasche mit 25kg ohne Zusatzgebühren eingecheckt - auch wenn der zuständige Herr kurz abgewogen hat, ob er das jetzt wirklich zurückgehen lässt und damit möglicherweise eine chaotische Umpackaktion vor seinem Check-In-Schalter auslöst. Er hat sich gegen das Chaos entschieden. Gut so.
Jetzt sitzen wir am Gate und schauen das typische Anstehchaos an, wenn alle meinen, sie stellen sich zur Sicherheit schon mal jetzt an ihre Einstiegsgruppe an, egal wie spät die an Bord darf… das habe ich noch nie verstanden… Nicht nur in dem Fall ein Segen, wenn man mit Kindern reist: Familien dürfen vor allen anderen (auch First und Business) boarden :)
Daher sagen wir erstmal Kanada Lebewohl und hoffen, dass wir bald wieder zu Besuch kommen.
Bye!