Nachdem wir jetzt zwei mal beim Babyschwimmen ausgesetzt haben (siehe Bllllllll), war der Samstag-Vormittag mal wieder im Zeichen des Papa-Tochter-Planschens...
Und da sind wir auch am ersten Punkt: Vater-Baby-Schwimmen! Davor findet der gemischte Termin statt, an dem sowohl Väter als auch Mütter teilnehmen können. Da wir etwas zu früh dran waren, konnten wir den Schluss miterleben. Dort waren ca. 15 Familiengruppen und ein ensprechender Pegel war vorhanden. Aber nicht vom Babygeschrei, sondern vor allem von den schnatternden Eltern :)
Der wesentliche Unterschied zu dem nachfolgenden reinen Väter-Kurs ist, dass der Kommunikationspegel deutlich höher ist! So animiert die Schwimmtrainerin beim Väter-Kurs immer wieder die Papas, das Baby zu loben, zu kuscheln, zu liebkosen, zu tanzen und zu singen. Und das wiederholt sie permanent - nicht umsonst. Ich glaube ja, dass der Kurs (mal abgesehen von der körperlichen Baby-Ertüchtigung) nicht nur der Vater-Kind-Bindung dient, sondern vor allem der Therapie der väterlichen Sozialkrüppeligkeit :)
Ein Beispiel: das Spiel lautete "wir nehmen das Baby eng an uns und tanzen und singen mit ihm durch das Wasser". Das ist ja einfach...! Denken sich die lesenden Mütter. Da singen die Mütter mit den Kindern und anderen Müttern und Kindern, tanzen umeinander herum, lachen, planschen und bilden schnell einen gemeinsam musizierenden Kreis - ein schönes Bild.
Nun bei den Vätern sieht das dann in etwa so aus: jeder Vater schunkelt verstohlen mit seinem Kind in jeweils einer eigenen Ecke des Schwimmbeckens mit dem Blick in Richtung Wand, summt leise eine unverständliche Melodie (der Text fällt sowieso nicht ein) und wundert sich dann, dass das Baby nicht vor Freude jauchzt und strampelt. Und dazwischen versucht die arme Schwimmtrainerin immer wieder zu ermuntern lauter zu singen und ruhig auch mal zu planschen und das Baby zu loben, zu kuscheln, zu liebkosen... immer die gleiche Leier ;)
Zu meiner Ehrenrettung: ich war zwar auch in meinem Eck, habe aber die freie Interpretation "Töchterchen jetzt tanz mit mir" gesungen, dabei hin- und hergetanzt, mich gedreht und die kleine Maus geliebkost und gekuschelt. Nun, einen Entertainmentpreis hätte ich zwar in der Vater-Mutter-Kind-Gruppe nicht unbedingt gewonnen, aber für die Vätergruppe wars auf jeden Fall Platz 1!
Gejauchzt und gestrampelt hat sie allerdings leider auch nicht, aber das lag weniger an meiner, als vielmehr an ihrer voherigen Performance: Das Tauchen - ein echtes Highlight! Denn den noch angeborenen Verschlussreflex der Atemwege kann man hier noch schön probieren (und da unsere Kleine ja noch am nächsten an der Geburt dran war, sollte das auch kein Problem sein). Das soll vor allem auch die spätere Angst vor dem Schulschwimmen und überhaupt dem Wasser nehmen.
Kennt noch jemand das Cover von Nirvana zu Nevermind?
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In meiner Vorstellung hat das Babytauchen genau so ausgesehen, nur der Dollarschein hätte zur Abrundung gefehlt - mal abgesehen vom überflüssigen Zipfel ;).
Die Schwimmtrainerin hat also auf 3 gezählt und bei 1 und 2 mit einem Eimerchen vorsichtig Wasser über den Kopf vom Julchen geschüttet und bei 3 habe ich sie dann mit ins Wasser untergetaucht. Die kleine Maus genießt freudig staunend, sich an ihre ehemalige Umgebung im Fruchtwasser erinnernd, dieses Erlebnis...
Aus der Sicht vom Julchen war das aber wohl eher so: Eben habe ich den Papa noch angestrahlt, als plötzlich eine Wasserflut ohne Vorwarnung von oben auf mich einstürzt und der Arsch, der sich mein Vater nennt, taucht mich auch noch unter Wasser...
Nun, vielleicht war ich ein ganz klein wenig zu ungestüm, die Kleine hat mich aber nach dem Wiederauftauchen mit einem Blick angeschaut, als ob's jetzt eingeschlagen hat! Blinzelnd und prustend hat das doch eine ganze Weile gedauert, bis sie wieder gleichmäßig geatmet hat. Aber ohne zu köffen! Der Verschlussreflex hat offensichtlich funktioniert. Ich habe aber trotzdem dankend abgelehnt, als zur zweiten Runde geläutet wurde. Die Kleine ist ja auch erst 3 Monate, da dürfen die anderen Mitschwimmer gerne vortreten.
Die fanden die Prozedur übrigens ähnlich toll. Durch die Bank weg haben alle gebrüllt und geschrien, als sie wieder aufgetaucht sind - zwei haben sich nicht mal mit Schnulli beruhigen lassen... und die Babies erst ;)
Übrigens hat unsere tapfere kleine Tochter als einzige nicht geschrien oder geweint! Das waren nur die anderen Weichkekse - dass ihr vielleicht einfach nur die Luft weggeblieben ist, ist eine bösartige Unterstellung...
Jedenfalls hat sie das ganze so platt gemacht, dass sie noch im Wasserbecken eingeschlafen ist. Selbst das nachfolgende Duschen hat sie so mehr oder weniger wach über sich ergehen lassen. Reaktion: keine. Und im Handtuch ist sie - noch bevor ich sie auf der Liege abgelegt habe - eingeschlafen. Umziehen, Maxicosi, Einkaufen und Heimfahrt hat sie tief schlafend verbracht. Daheim ist sie lediglich für den After-Bade-Snack aufgewacht und hat dann den restlichen Tag so mehr oder weniger schlafend verbracht. Ein ganz schön erfolgreiches "Müdemachprogramm" :)
Allerdings ist sie jetzt nachts um 1 Uhr fit wie ein Turnschuh... Suuuuuper!
PS - Nachtrag: sie hat dann doch auch die Nacht noch gut durchgeschlafen und das Schwimmprogramm war so erfolgreich, dass der Papa bis halb 12 Uhr Mittags gepennt hat :)
