Ein trauriger Abschied

    Heute war es soweit, nach knapp 2 Jahren und 4 Monaten hat unsere Kleine...

     

    ...den Schritt zur Großen gemacht. Sie hatte ihren letzten Tag in der Kita und ist danach kein Kitakind mehr... da wird man schon ein wenig wehmütig wie schnell die Zeit vergeht! Ja ja, ich habe ja schon wieder Gabis Worte im Ohr: "Flügel... nicht nur Wurzeln sollen wir den Kindern geben"... bla bla bla - wieder einmal würde ich lieber die Wurzeln wählen.

    Aber Juliane ist schon ganz aufgeregt nach dem Sommer in die Finken-Gruppe im Kindergarten zur Frau Schuler zu kommen - und wir sind es auch ihr bei diesem schönen Entwicklungsschritt zuzuschauen und sie zu begleiten. Sie hat in den letzten 3 Monaten so einen enormen Schritt nach vorne gemacht! Bereits in den letzten Wochen war sie Stundenweise entweder mit Maike oder Michael (dem irischen "Meikl") - den Erziehern - dort. Und nach deren Berichten hat es ihr unglaublich gut gefallen und sie wollte schon gar nicht mehr weg. Für uns Eltern heißt das den schweren Prozess Veränderung zu akzeptieren. Klar sind wir einerseits stolz auf den kleinen Feger, der sich von einem ursprünglichen kleinen, beobachtenden Krabbelkind zu einem abenteuerlustigen Fetz entwickelt hat. Aber so ein bisschen wehmütig werden wir halt dann doch.

    Und nicht nur uns, sondern auch den Erziehern ist der Abschied sichtlich schwer gefallen. Nach einer gemeinsamen Abschiedsfeier im Garten mit allen Kitakindern haben die "Kiga-Wechsler" ein persönliches Büchlein mit süßen Fotos und Erinnerungen, Fingerspielen und Liedern bekommen sowie einen kleinen Zwerg. Für Juliane wie für die anderen Kinder war das natürlich das Wichtigste! "Wir dürfen den Zwerg nicht vergessen..."

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    Ich werde vor allem meinen persönlichen Juliane-Beobachtungs-Kinoplatz vermissen: das große Fenster mit Blick in den Garten. Hier stand ich oft, um Juliane noch eine kurze Zeitlang unbemerkt zu beobachten, wie sie oftmals da stand, selbst die anderen Kinder und Erzieher beobachtet hat und dann meist zu einem der Erzieher gegangen ist, um sich einer Aktivität anzuschließen. Ich habe die Momente wirklich so sehr genossen, dass das Sieglinde einmal schon im Elterngespräch anerkennend angesprochen hat, denn ich war wohl der Einzige, der das gemacht hat.

    Und so war bei der Übergabe der Abschiedsgeschenke und Verabschiedung die einzige, die kein Pippi im Auge hatte: Juliane. Alle anderen, sprich Michael, Maike, Mama und Papa waren ziemlich ergriffen.

    Nun, nach dem Sommer startet dann der Kindergarten bei den Finken. Unsere Große ist jetzt schon aufgeregt... und wir ein bisschen mit ihr :)
    Aber wer weiß, in 12 Monaten stehen wir wohl mit Samuel schon wieder hier im Gruppenraum... hoffentlich!

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