Nach "wenigen" Wochen ist es geschafft...

Wir haben unseren Camper gefunden! Juchhu!

Das war wirklich nervenaufreibend. Wir hätten niemals gedacht, dass es so schwer ist ein Wohnmobil für Ende September bis Mitte November zu finden. Wir dachten die Vermieter wären mehr als begeistert eine Langzeitmiete einzugehen und ab Mitte September müssten die Höfe voll mit freien Wohnmobilen stehen.

Aber weit gefehlt! Denn im Oktober sind ja auch Herbstferien und so sind a) viele Wohnmobile genau in diesen zwei Wochen belegt (davor und danach meist nicht), b) vermieten viele gar nicht in den November hinein und c) gehört für viele Vermieter der Oktober noch zur "Haupt-" oder zumindest zur "Nebensaison". Die Sparsaison ist dagegen im März oder tlw. im November. Letzters wiederum macht die freien Wohnmobile unendlich teuer.

Überhaupt sind die Teile unglaublich teuer! Zwischendrin hatten wir schon überlegt, ob wir für den anfänglichen Mietgegenwert eines Kleinwagens nicht zu Dauercampern werden und so eine  Kiste kaufen - oder zumindest irgendwann wieder verkaufen. Leider hat sich der Business-Case nicht gerechnet.

Einen Wohnwagen wollten wir nicht (obwohl wir ein großzügiges Angebot hatten - danke nochmals dafür), da ich zum einen keine Anhängerkupplung am Firmenwagen habe (kann ich zwar nachrüsten, aber nur original BMW - und dafür kann ich mir einen Wohnwagen kaufen!), an den Z4 nun wirklich keine ran passt und wir somit kein Tauschfahrzeug haben. Darüber hinaus glauben wir momentan zumindest noch, dass wir mit Wohnmobil flexibler sind und bspw. auch mal irgenwo im Regen kurz Pause machen können, wenn die Kleine nicht mehr will, und wir eben nicht ins Nasse müssen, nur damit wir in die dann noch kalte Stube können. Natürlich hat so ein Wohnmobil andererseits auch wieder Nachteile wie Breite, Länge und Höhe. Aber die gehen wir jetzt einfach mal ein.

Denn natürlich haben wir ein paar kleinere (hüstel) Ansprüche an unser rollendes Zuhause für 7 Wochen:

  • Es muss eine große Liegefläche im Heck haben. Juliane schläft noch bei uns am / im Wohnmobil dann im Bett und damit können wir im Alkoven (also im Bett über der Fahrerkabine) nicht schlafen. Damit fallen ca. 70% aller Wohnmobile schon mal weg.
  • Die Fläche muss mindestens 1,6m breit für 3 Personen sein. Idealerweise 2 Meter breit. Damit fallen weitere 50% weg
  • Das Wohnmobil sollte geräumig sein, damit wir keinen Lagerkoller kriegen, nur weil es mal 3 Tage schlechtes Wetter ist - weitere ca. 10%
  • Es sollte kein abgewrackter Seelenverkäufer sein. Das macht 7 Wochen lang auch keinen Spaß - da fallen freundlicherweise nur ein paar Gurken weg, da die meisten Vermieter neuerer Fahrzeuge haben
  • Und es soll natürlich klein, wendig, spritverbrauchsfreundlich und unheimlich günstig sein - das streicht mindestens 100% aller Fahrzeuge, wenn nicht noch mehr

Damit sind wir Ende August locker bei -280% an verfügbaren Fahrzeugen gewesen! Also heißt es Kompromisse machen - und die macht man bekanntlich eher am letzten Punkt. Leider! :(

(Übrigens sind wir auf diese Liste erst im Laufe der Zeit gekommen. Das hat die Suche auch nicht wirklich beschleunigt und den Preis weiter nach oben geschraubt.)

Aber egal! Wir haben endlich nach viel feilschen (damit das "von-der-Leyesche"-Elterngeld reicht) das richtige Wohnmobil gefunden und gemietet.

Ach übrigens: nach dieser wochenlangen Suche sind wir inzwischen die kompletten Wohnmobilexperten geworden. Konnten wir anfangs Teilintegriert nicht von Alkoven unterscheiden, kennen wir jetzt einen Großteil der Typen und Hersteller, wissen die wesentlichen Details, Wertverfall, Zusatzkosten usw. Wer also mal Beratung braucht: wir kennen uns jetzt aus (so mehr oder weniger)