Der heutige Tag war ganz im Zeichen des Sightseeings - sowohl Landschaft als auch Tiere.

Dazu hat uns die erste Station zur Whistler-Gondel geführt, die praktischerweise direkt (also nur 4km) neben unserem Campingplatz liegt. Das Konzept hierbei weicht "leicht" von unserem Gondelprinzip ab. Anstelle ein Ticket zu kaufen, anzustehen, in die Gondel zu steigen, hochzufahren, Rundblick und Gipfel genießen, dann wieder runter - fertig - läuft das anders ab: das freundliche "one-thirtyhree is ok?" an der Kasse habe ich fälschlicherweise als Preis verstanden. Mittlerweile schocken uns diese absurd teuren Preise nicht mehr, wir haben uns abgestumpft. Aber hey, 133,- für vier Personen? Wovon träumen wir denn.

 

 

Mit "133" ist "1:33 pm" gemeint, also in ca. 1,5h ist unsere gebuchte Gondel gefahren. Und oben bucht man gleich die Rückfahrtszeit mit dazu. Also eine, zwei oder mehr Stunden Aufenthalt. Es gibt halt nichts, was es nicht gibt, kurbelt aber gleichzeitig ein wenig das Essens- und Mitbringselgeschäft an ;-)

 

Die gesamte Gondelanlage wurde in Deutschland gefertigt und auch das Fahrerlebnis war jetzt nicht außergewöhnlich, außer für die vielen Nicht-Europäer, die wenig in Alpen unterwegs sind. Netterweise hat uns unser "Gondoliere" auf der siebenminütigen Fahrt nach oben mit spannenden Infos unterhalten eingeleitet mit der offensichtlich regelmäßigen Frage, ob die Gondel wirklich sicher sei: folks, believe me, if it's unsafe I wouldn't drive that thing everyday… Recht hat er :-D

 

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Oben angekommen wurden wir mit einem traumhaften Panoramablick auf die Rocky Mountains belohnt, die sich rund um den Hausberg Jaspers erstrecken. Ein Wahnsinnspanorama und mit Kamera nicht einzufangen.

 

Spannend waren hier vor allem die kilometerlangen Güterzüge, die hier in ihrer vollen Länge zu sehen sind. Die Züge haben teilweise nicht mal auf die Länge von Jasper gepasst, sondern verschwinden vor oder hinter Jasper in der Landschaft. Ich tippe, dass wir hier von einer Länge von 4-5km sprechen. Irre!

 

Wir sind von hier zu Fuß die letzten Höhenmeter in Richtung Gipfel, wobei das eher eine Kuppel ist, hochgestiegen, allerdings nicht bis zum Ende, da sich der Höhenzug ein gutes Stück zieht. Stattdessen haben wir, also Juliane und Samuel, phantasievolle und tolle Steintürme gebaut, die schnell zum Motiv anderer Fotojäger wurden.

 

Nach diesem ausgiebigen landschaftlichen Genuss (mit völlig unpassender Zimmertür im Betonklotz) haben wir uns dann auf die Pirschfahrt auf Highway 93A gemacht, um weitere Bären und andere Tiere mit dem Foto zu jagen. Wenn auch landschaftlich ein weiterer Genuss, war die eigentliche Mission leider ohne Erfolg. Um die gedrückte Stimmung aufzubessern, sind wir noch kurzfristig zum Baden an den Lake Edith gefahren (Juliane und Samuel mit Freude am Baden und wir wurden in der Zwischenzeit von Mücken aufgefressen) und haben den Abend mit Feuer und Grillen abgerundet.