Unser Plan, das Vorzelt am Abend vorher abzubauen und somit mal früher loszukommen, ging gründlich schief, als es wider der Wettervorhersage angefangen hat zu regnen...
Da wir uns nun so langsam auch auf den Rückweg machen mussten, sind wir über Växjö in Richtung Trelleborg aufgebrochen. Växjö liegt zentral in einer großen Glasbläsergegend Schwedens - ohne wirkliches Glasangebot. Das war etwas ernüchternd, dachten wir doch hier ein paar schöne Stücke zu erwerben. Tatsächlich muss man aber dazu wohl zu den Glashütten in der Umgebung fahren.
In Bergen, der zweitgrößten Stadt Norwegens, sind wir in strömenden Regen auf dem etwas archaischen Campingplatz (Bratland Camping), bei dem sich jeder irgendwie und irgendwo einen Platz sucht, was in tlw. sehr chaotisch gestellten Wagen endet, angekommen. Unser Wohnwagenerfahrener Freund Sascha hat absolut recht: Die Höchststrafe ist das Vorzelt im Regen aufzubauen. Ich war schneller nass, als ich Heringe in den Boden schlagen konnte.
Hier stelle ich mal unser fünftes Familienmitglied vor - zumindest auf dieser Reise: unser Wohnwagen.
Nach unserem Besuch bei Pippi Langstrumpf haben wir vor allem den eingetretenen (leider sehr kurzen) schwedischen Spätsommer mit viel Sonne genossen… fast schon zu viel Sonne!
Am Oslofjord entlang in Richtung Süden sind wir zu unserer Verabredung mit alten Freunden von Yvis Eltern nach Arendal gefahren und haben Oslo mit einem lachenden und einem weinenden Auge hinter uns gelassen. Einerseits ging es nun auf unserer langen Route weiter, andererseits ist Oslo eine wirklich schöne Stadt, die wir unbedingt irgendwann nochmal besuchen wollen.
Nach unserer Verabschiedung von Kranzens, die heute über Göteborg zurück nach Hause geflogen sind, sind wir in das Herz von…
Trelleborg ist schon ein recht trostloses Pflaster, eingestellt auf den durchfahrenden Fährverkehr. Unser Reiseführer verwendet daher (zurecht) gerade einmal eine halbe Seite auf unsere Fährhafenstadt und wir nur einen Abend.
Es war gut, dass wir nicht ganz bis nach Hause in der Nacht gefahren sind. Mal abgesehen davon, ob wir einen Parkplatz in Hausnähe gefunden hätten, hätten wir entweder ohne Strom im Wohnwagen vor der Tür schlafen (eine Freude für unseren Kühlschrank) oder die Kinder um 4 Uhr morgens ins nicht gemachte Bett hochtragen müssen. Also haben wir den letzten Stopp unserer Reise in Giengen an der Brenz auf einen Stellplatz (bei der Höhlenerlebniswelt Giengen-Hürben) eingelegt, ca. 40 Kilometer vor Ulm.
Oslo wird nicht umsonst die kleine Perle des Nordens genannt. Das ist schon eine sehr schöne Stadt mit unheimlich viel Flair und Lebensqualität.
Gelegen am Oslofjord liegt die Hauptstadt Norwegens idyllisch am Wasser mit Rücken zu den umliegenden Bergen. Oslo ist mit ca. 660.000 Einwohnern die mit Abstand (!) größte Stadt Norwegens. Für uns irgendwie schwer vorstellbar - das ist eher ein etwas "größeres Städtle" bei uns.
Geocaching ist ein Trend, der schon fast keiner mehr ist. Darum haben wir uns einer besonderen Form der Schatzsuche gewidmet...
Auf der Fahrt nach Osby hatten wir uns noch gewundert, was ein so großer IKEA hier "mitten in der Pampa" zu suchen hat. Durch eine glückliche Intuition habe ich herausgefunden, dass in dem "einsame Ort" Älmhult hier mitten in der Pampa IKEA gegründet wurde und somit hier der erste IKEA überhaupt war. Dieser "Ursprungs-IKEA" wurde natürlich mittlerweile durch einen sehr viel größeren Shop am Ortsrand abgelöst und selbst inzwischen zum IKEA-Museum umgebaut, das in diesem Sommer erst eröffnet worden ist.
Nun sind wir bereits seit 3 Wochen unterwegs und haben jetzt erst angefangen frische Krabben zu puhlen… wie das passieren konnte? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Ein paarmal haben wir bereits die frischen Krabben in bis zur Kante gefüllten Kühltruhen (sieht aus wie eine Eistruhe, aber eben gekühlt und nicht gefroren) liegen sehen, die man je Kilo zwischen 10-15 € kaufen kann. Aber irgendwie ist nie eine Tüte in unseren Einkaufswagen gewandert. Das haben wir jetzt geändert. Und wir können sagen: Mmmmmh, war das lecker!
In Geiranger hatten wir aus zeitlichen Gründen beschlossen, doch nicht mehr nach Alesund zu fahren - tatsächlich hätte uns vor allem Runde, eine mit vielen Seevogel- und anderen -tierarten besiedelte Insel nahe Alesund interessiert. Nach unserem Programm die letzten Tage wollten wir nicht noch mehr Marathonstrecken und Sightseeing-Spots unterbringen und sind daher über die Atlantikstraße direkt weiter nach Trondheim gefahren.
Jeder der ein iPhone sein eigen nennt kennt Apples obligatorische Wetter-App auf dem Startbildschirm. Diese App hat es doch sage und schreibe zu nahezu 100% geschafft uns falsche Vorhersagen die letzten zwei Wochen zu liefern.
Ich habe einen sehr guten Artikel in einem selten dämlichen Reiseblog gefunden (bitte sagt mir, wenn ich genauso langweilig eine Station nach der anderen aufzähle und meine Kinder "Kindchen" nenne, auch wenn die bereits in der Schule sind). In diesem Artikel beschreibt der Ehemann eben jener "Kindchen"-Bloggerin, wie er auf deren Dreimonatstour durch Norwegen und Schweden ins Internet per lokaler Prepaid-Karte gekommen ist. Das ist zumindest in Norwegen nämlich gar nicht so einfach und insofern war der Artikel äußerst hilfreich für mich - auch wenn es heute etwas einfacher ist, als vor einigen Jahren.
